Die Telefon-Flat im Festnetz

In fast jedem Internettarif steckt heute eine Telefon-Flat, ohne dass man danach gefragt hätte. Das liegt daran, dass Telefonie längst über dieselbe Leitung läuft wie alles andere; sie kostet den Anbieter kaum noch etwas. Was sie deckt, ist deshalb nicht mehr die interessante Frage; interessant ist, was sie nicht deckt.

Enthalten: das deutsche Festnetz

Abgehende Gespräche in deutsche Festnetznummern, ohne Zeitbegrenzung, rund um die Uhr. Das ist der Kern und bei praktisch jedem Anbieter gleich.

Nicht enthalten, wenn nichts anderes dabeisteht

Warum es kein Festnetz mehr im alten Sinn gibt

Die früheren Telefonnetze sind abgelöst; Sprache läuft heute als Datenstrom über denselben Anschluss wie alles andere. Praktische Folgen:

Die Rufnummer bleibt dir

Beim Anbieterwechsel darf die vorhandene Festnetznummer mitgenommen werden, solange die Adresse dieselbe bleibt; das ist gesetzlich garantiert und kostet nichts. Wichtig ist nur die Reihenfolge: Der Auftrag zur Mitnahme gehört zum Wechsel, nicht danach. Ist die Nummer erst abgeschaltet, ist sie weg. Wie der Wechsel abläuft.

Braucht man sie überhaupt?

Wenn im Tarif ohnehin enthalten: mitnehmen, sie kostet nichts. Aufpreis zahlen sollte nur, wer eine Festnetznummer wirklich braucht – für Behörden, Handwerker, ältere Angehörige oder weil die Nummer seit Jahrzehnten dieselbe ist. Als reines Telefon ist ein Mobiltarif für die meisten längst der praktischere Weg.