Wenn DSL nicht mehr hergibt

Ein DSL-Anschluss, der bei 16 MBit/s endet, ist kein defekter Anschluss. Er ist ein Anschluss am Ende einer langen Kupferstrecke, und daran ändert kein Anbieterwechsel etwas; der nächste nutzt dieselbe Leitung. Was hilft, ist ein anderer Weg ins Haus. Es gibt vier.

Kabel: der schnellste Weg, wenn er liegt

Wo ein Kabelanschluss vorhanden ist, ist die Frage meist beantwortet: Er liefert ein Vielfaches dessen, was langes Kupfer schafft, und der Wechsel kostet nichts als einen neuen Vertrag. Prüfen lässt sich das an der Adresse in Minuten. Die beiden Haken – schwacher Upload, geteilte Leitung – stehen hier.

Glasfaser: die einzige Lösung ohne Kompromiss

Wenn im Ort gebaut wird, ist die Entscheidung leicht. Wenn nicht, ist sie keine: Ein einzelner Hausanschluss außerhalb eines Ausbaugebiets kostet vier- bis fünfstellig, weil er einen Graben braucht. Der Zeitpunkt ist hier wichtiger als der Anbieter: während der Ausbauphase eines Gebiets ist der Hausanschluss regelmäßig kostenlos, danach nicht mehr.

Mobilfunk: der Anschluss ohne Leitung

LTE und 5G sind an vielen schlecht versorgten Adressen deutlich schneller als das dort verfügbare DSL, und sie brauchen weder Graben noch Termin. Ein Router ans Fenster, SIM-Karte hinein. Der Unterschied zum Festanschluss liegt weniger in der Bandbreite als in ihrer Schwankungsbreite und in der Frage, was der Tarif nach dem Verbrauch des Volumens tut. Was dabei zu beachten ist.

Satellit: wenn wirklich nichts kommt

Verfügbar überall, wo der Himmel frei ist, und die einzige Option an Adressen, die weder Kabel noch brauchbaren Mobilfunk haben. Teurer als alles andere, und die entscheidende Größe ist nicht die Bandbreite, sondern die Verzögerung, und die hängt an der Umlaufbahn.

Welche Alternative wann

Was in deiner Gemeinde gebaut ist