Unterwegs ins Netz

Mobiles Internet heißt zweierlei: der Zugang unterwegs – im Zug, im Ferienhaus, auf der Baustelle – und der Ersatz für einen fehlenden Festanschluss. Die Technik ist dieselbe, die richtige Wahl nicht. Diese Seite behandelt den ersten Fall; Funk als fester Anschluss steht nebenan.

Drei Wege, drei Preise

Der Hotspot des Handys

Kostet nichts extra und ist in jedem heutigen Tarif erlaubt. Für ein Notebook an einem Nachmittag genügt das vollkommen. Zwei Grenzen: Der Akku des Handys ist nach zwei bis drei Stunden leer, und mehr als eine Handvoll Geräte verträgt die Verbindung nicht.

Eine zweite SIM-Karte fürs Notebook oder Tablet

Multi-SIM oder eine eigene Datenkarte: praktisch, wenn ein Gerät regelmäßig unterwegs online sein muss. Bei einer Multi-SIM teilen sich beide Karten dasselbe Volumen, was die Rechnung einfach hält.

Ein mobiler Router

Ein eigenes Gerät mit eigenem Akku, das ein WLAN für mehrere Geräte aufspannt. Lohnt sich, sobald mehr als zwei Geräte dranhängen oder die Verbindung länger als einen Nachmittag stehen soll, also bei Wohnmobil, Ferienwohnung und mobiler Arbeit.

Wohin das Volumen geht

Die Größenordnungen sind für die Planung wichtiger als jede Tarifwerbung. Reine Textarbeit und E-Mail bleiben im Bereich weniger hundert Megabyte im Monat. Was Volumen frisst, ist Bewegtbild: Eine Stunde Video in Standardauflösung liegt grob bei einem Gigabyte, in hoher Auflösung beim Mehrfachen. Videokonferenzen liegen dazwischen und laufen in beide Richtungen.

Wer mit 10 Gigabyte im Monat auskommt, sollte keine 50 kaufen. Wer abends Filme streamt, wird auch mit 50 nicht auskommen.

Was nach dem Volumen passiert

Zwei Modelle, und der Unterschied ist erheblich. Entweder wird die Geschwindigkeit gedrosselt; dann bleibt der Zugang bestehen, taugt aber nur noch für Text. Oder es wird automatisch nachgebucht, in Paketen, die einzeln billig aussehen und in Summe teuer werden. Welches Modell gilt, steht im Tarif, und es gehört vor dem Abschluss gelesen.

Im Ausland

Innerhalb der EU gilt der Inlandstarif: Anrufe, SMS und Daten kosten nichts zusätzlich. Anbieter dürfen bei dauerhafter Nutzung im Ausland eingreifen. Die Regelung ist für Reisen gedacht, nicht für den Umzug. Außerhalb der EU gilt sie nicht; dort kann ein vergessenes Datenroaming sehr teuer werden, und die einzige verlässliche Vorsichtsmaßnahme ist, es im Gerät abzuschalten.