DSL, Kabel und Glasfaser: was in Deutschland tatsächlich liegt
Der Breitbandatlas des Bundes sagt für die
7.880 Gemeinden auf dieser Seite ein Bild, das
weder so gut ist wie die Werbung noch so schlecht wie der Ruf. In der
Hälfte der Orte ist mindestens
1.000 MBit/s gebaut.
Gleichzeitig erreicht Glasfaser in
2.440 Orten nicht
einmal jeden zehnten Haushalt, während sie in
2.356 anderen bei mindestens drei von
vier liegt. Der Ausbau ist nicht langsam, er ist ungleich.
In 505 Gemeinden bleibt DSL
die schnellste gebaute Technik. Dort entscheidet keine Anbieterwahl
darüber, was ankommt, sondern die Länge des Kupferkabels zur nächsten
Vermittlungsstelle, und die ist zwischen zwei Häusern derselben Straße
oft verschieden. Genau deshalb steht auf jeder Gemeindeseite hier die
Anschlusslage vor den Preisen und nicht dahinter.
Eine Zahl widerspricht dabei der Erwartung: In
2.506 Orten lässt
sich ein schnellerer Anschluss bestellen, als der Atlas für den Ort
ausweist. Das ist kein Fehler in den Daten. Der Atlas meldet je Technik
und rundet auf Stufen; ein Anbieter verkauft, was seine Leitung an dieser
Adresse hergibt. Beide Zahlen stehen deshalb nebeneinander, statt dass
eine aus der anderen abgeleitet würde.
Die Bilanz über alle Orte.
Internet-Preisvergleich: der Monatspreis ist die falsche Zahl
Wie falsch, lässt sich an den Tarifen von heute vorrechnen.
Telekom wirbt für
Glasfaser 1000 mit
9,95 € im Monat,
PYUR verlangt für
Pure Speed 1000
34,00 € – mehr als
das Dreifache. Beide liefern
1.000 MBit/s.
Über die volle Laufzeit dreht sich das Verhältnis um: Der beworbene
Aktionspreis läuft nach wenigen Monaten aus, dann gilt der Normalpreis,
und dazu kommt der Anschlusspreis. Am Ende stehen
1.589,63 € gegen
835,99 €. Der Tarif
mit der kleineren Werbezahl ist um
753,64 € der teurere.
Dass der günstigere hier ein
regionaler Anbieter ist, der nur 8 Prozent
der Orte erreicht, gehört zur Ehrlichkeit dazu; an den meisten Adressen
steht er gar nicht zur Wahl.
Das ist kein Einzelfall und keine Unlauterkeit, sondern die Folge davon,
dass alle mit derselben Zahl werben. Vergleichbar wird es erst, wenn man
Monatsschnitt mal Laufzeit rechnet und den Anschlusspreis addiert. Genau
das tut der Rechner, für
jeden bundesweiten Tarif.
DSL, Kabel, Glasfaser oder Funk: welcher Anschluss ins Haus kommt
Welche Anschlussart an einer Adresse zur Verfügung steht, ist keine Frage
des Geschmacks. DSL gibt es fast
überall, sein Tempo hängt an der Kupferlänge.
Kabel ist meist das
schnellste, was liegt, teilt sich aber den Strang mit der Nachbarschaft
und bleibt im Upload schwach. Glasfaser hat als einzige Technik keine
Grenze in Sichtweite. Und wo nichts davon ankommt, bleiben
Mobilfunk oder
Satellit – beide ohne
Graben, beide mit eigenen Grenzen.
Wer wechseln will, sollte eines nicht tun: selbst kündigen. Der neue
Anbieter übernimmt das und stimmt die Termine ab; wer vorher selbst
kündigt, riskiert die Lücke.
Wie der Wechsel abläuft.
Woher die Angaben zu Verfügbarkeit und Tarifen stammen
Die Ausbauwerte stammen aus dem Breitbandatlas der Bundesnetzagentur. Sie
sind Meldungen der Netzbetreiber und keine Messungen, und sie gelten für
eine Gemeinde, nicht für eine Hausnummer. Was an deiner Adresse
tatsächlich geschaltet werden kann, sagt verbindlich erst die Prüfung
beim Anbieter,
und selbst die hat Grenzen.
Die Tarifangaben kommen von den Anbietern. Auf den Ortsseiten steht je
Anbieter, was er dort liefert: sein günstigster und sein schnellster
Tarif, mit Laufzeit, Anschlusspreis und dem, was über die Laufzeit
zusammenkommt. Die Verweise zu den Anbietern sind bezahlte Werbelinks;
daran verdient diese Seite, am Preis ändert es nichts, und wo es keinen
solchen Link gibt, steht auch kein Knopf, sondern nur die Angaben.
Stand der Tarifdaten: 2.9.2026. 4 Anbieter liefern bundesweit.
Angaben ohne Gewähr. Die Verweise auf die Anbieter sind bezahlte Werbung.