Internet vor Ort

7.880 Gemeinden, je eine Seite. Sie stehen hier nicht nach Bundesland, sondern nach dem, worum es beim Anschluss geht: wie weit die Glasfaser gekommen ist. Das ist die Frage, die sich an einer Adresse tatsächlich stellt, und die einzige Größe, bei der sich die Gemeinden wirklich unterscheiden.

Nach dem Ausbaustand geordnet

Gemessen wird der Anteil der Haushalte, die Glasfaser bekommen können, nicht die höchste Bandbreite im Ort. Ob irgendwo ein Gigabit liegt, sagt wenig; ob drei von vier Haushalten eines bekommen, sagt viel. Die Werte stammen aus dem Breitbandatlas des Bundes und gelten für die Gemeinde, nicht für die einzelne Hausnummer.

Glasfaser bei drei von vier Haushalten

2.356 Gemeinden

Hier ist der Umstieg im Wesentlichen vollzogen. Wer neu bucht, hat die Wahl zwischen Faser und dem, was vorher lag.

Die größten dieser Gruppe. Alle übrigen über die Suche oben oder das Bundesland.

Bei zwei von fünf bis drei von vier

1.256 Gemeinden

Mitten im Ausbau. Ob die eigene Straße dabei ist, entscheidet der Bauabschnitt und nicht die Gemeindegrenze.

Die größten dieser Gruppe. Alle übrigen über die Suche oben oder das Bundesland.

Zwischen jedem zehnten und zwei von fünf

1.828 Gemeinden

Der Ausbau hat begonnen und deckt Teile des Orts. Die Adressprüfung beim Anbieter ist hier besonders ratsam.

Die größten dieser Gruppe. Alle übrigen über die Suche oben oder das Bundesland.

Bei weniger als jedem zehnten Haushalt

1.562 Gemeinden

Praktisch ohne Faser. Was ankommt, entscheiden Kupferlänge und Kabelnetz, oder der Mobilfunk am Fenster.

Die größten dieser Gruppe. Alle übrigen über die Suche oben oder das Bundesland.

Ohne ausgewiesenen Wert

878 Gemeinden

Für diese Gemeinden meldet der Breitbandatlas keine Faserquote. Das heißt nicht, dass nichts liegt – nur, dass es nicht gemeldet ist.

Die größten dieser Gruppe. Alle übrigen über die Suche oben oder das Bundesland.

Zwei Nachbarn, zwei Welten

100%

Limeshain

Hessen · 5.563 Einwohner

1%

Neuberg

Hessen · 5.296 Einwohner

Zwei benachbarte Gemeinden, ähnlich groß, im selben Bundesland, und in der einen bekommt praktisch jeder Haushalt eine Faser, in der anderen fast keiner. Es ist der größte Ausbauunterschied zwischen zwei Nachbarn, den dieser Datenbestand kennt.

So etwas entsteht nicht aus Geografie. Glasfaser wird in Ausbaugebieten verlegt, und ein Ausbaugebiet ist eine Verwaltungs- und Rechenentscheidung: Ein Betreiber sagt eine Quote zu, die Gemeinde sammelt Vorverträge, die Bagger kommen – oder eben nicht, weil die Quote nicht zustande kam, weil ein Förderbescheid woanders hinging, weil ein anderer Betreiber die Konzession hatte. Die Gemeindegrenze ist dabei die entscheidende Linie, und sie verläuft mitten durch Landschaften, die sonst gleich aussehen.

Genau deshalb beginnt hier jede Ortsseite mit dem, was gebaut ist, und nicht mit dem billigsten Tarif. Ein Preisvergleich, der die Leitung voraussetzt, beantwortet an einer dieser beiden Adressen die falsche Frage.

Was diese Zahlen sagen – und was nicht

Die Ausbauwerte sind Meldungen der Netzbetreiber an die Bundesnetzagentur, keine Messungen. Ein Betreiber meldet, wo er liefern kann; ob an einer bestimmten Adresse noch ein Anschluss frei ist, steht darin nicht. Deshalb kann eine Verfügbarkeitsprüfung beim Anbieter zu einem anderen Ergebnis kommen als diese Seite, und deshalb ist die Prüfung die verbindliche Auskunft, nicht der Atlas.

Die Werte gelten für die Gemeinde, nicht für die Hausnummer. Bei Glasfaser und Kabel heißt das: Der Ausbau folgt Bauabschnitten und Trassen, und die halten sich nicht an Ortsteilgrenzen. Bei DSL heißt es etwas anderes und Schlimmeres: dort entscheidet die Länge des Kupferkabels bis zum nächsten Verteiler, und die kann sich zwischen zwei Häusern derselben Straße um den Faktor zwei unterscheiden. Eine Gemeindequote von siebzig Prozent sagt über die eigene Wohnung wenig.

Die Tarifangaben stammen von den Anbietern selbst und ändern sich häufiger als die Ausbaudaten. Was auf einer Ortsseite steht, ist der Stand des letzten Abgleichs; maßgeblich ist immer, was beim Abschluss auf der Seite des Anbieters steht.

Und eine Zahl fehlt hier bewusst: die tatsächlich gemessene Geschwindigkeit. Sie ließe sich nur an einzelnen Anschlüssen erheben, nicht flächendeckend, und wäre als Gemeindewert eine Erfindung. Wer wissen will, ob sein eigener Anschluss hält, was der Vertrag verspricht, braucht die Desktop-App der Bundesnetzagentur; wie das Verfahren geht, steht beim Vergleich.

Was der Breitbandatlas über alle 7.880 zusammen sagt

Wo es eng bleibt

Die größten unter den 28 Orten mit 50 MBit/s als Obergrenze:

Ausbauwerte aus dem Breitbandatlas der Bundesnetzagentur, Tarifstand vom 2.9.2026. Gezählt ist, was als gebaut gemeldet ist, nicht, was an einer einzelnen Adresse ankommt. Das steht auf der Seite des jeweiligen Ortes.

Oder nach Bundesland