Den Anbieter wechseln

Der Wechsel ist seit Jahren kein Kraftakt mehr, sondern ein Formular. Was die meisten falsch machen, ist eine Kleinigkeit mit großer Wirkung: selbst zu kündigen. Das ist der sicherste Weg in eine Lücke ohne Anschluss.

Nicht selbst kündigen

Beim Wechsel übernimmt der neue Anbieter die Kündigung beim alten und stimmt die Termine ab. Genau dafür fragt er im Bestellvorgang nach dem bisherigen Anbieter und der Kundennummer. Wer vorher selbst kündigt, nimmt ihm die Möglichkeit, den Wechsel zu takten, und trägt das Risiko, dass der alte Vertrag endet, bevor der neue steht.

Die Ausnahme: Wenn du gar nicht wechselst, sondern nur aufhörst: Umzug ins Ausland, Zusammenzug, kein Anschluss mehr nötig.

Wann der Auftrag hingehört

Ein Neuanschluss braucht Zeit, je nach Technik und Auslastung einige Wochen. Der Auftrag sollte deshalb einige Wochen vor dem gewünschten Termin liegen, nicht kurz davor. Läuft der alte Vertrag noch, ist der gute Zeitpunkt etwa drei Monate vor Ablauf der Mindestlaufzeit: Dann hat der neue Anbieter Luft, und es entsteht keine Lücke.

Ist die Mindestlaufzeit schon vorbei, ist es einfacher: Dann endet der alte Vertrag einen Monat nach der Kündigung, gleich wann sie kommt. Ein Vorlauf von wenigen Wochen genügt.

Höchstens ein Werktag ohne Anschluss

Dafür gibt es eine gesetzliche Grenze: Beim Wechsel darf der Anschluss höchstens einen Werktag stillstehen. Dauert es länger, steht dir eine Entschädigung zu; ebenso, wenn die Rufnummer nicht rechtzeitig mitwandert oder ein Technikertermin platzt. Welche Beträge das sind und ab welchem Tag sie laufen, ist beim Vergleich nachzulesen. Von selbst überweist sie niemand; sie muss geltend gemacht werden.

Die Rufnummer

Sie darf mit, solange die Adresse dieselbe bleibt, und das kostet nichts. Der Auftrag dazu gehört in die Bestellung. Wird die alte Nummer erst abgeschaltet, ist sie endgültig verloren. Deshalb: mitnehmen lassen, bevor gekündigt wird, nicht danach.

Der Router

Du darfst dein eigenes Gerät verwenden; kein Anbieter kann dich zu seinem zwingen. Ein gemietetes Gerät muss zurück, sonst läuft die Miete weiter. Ein gekauftes Gerät lässt sich meist am neuen Anschluss weiterbetreiben; bei einem Wechsel zwischen verschiedenen Techniken, etwa von DSL zu Kabel, aber nicht: Dort wird ein anderes Modem gebraucht.

Vor dem Wechsel prüfen

Zwei Dinge, in dieser Reihenfolge: Was liegt an der Adresse überhaupt, und was kostet der neue Vertrag bis zu seinem Ende. Für das Erste gibt es die Seite deiner Gemeinde, für das Zweite den Rechner.

Anschlusslage in deiner Gemeinde