Ohne Mindestlaufzeit

Ein Vertrag, der jeden Monat endet, ist bequem und selten billig. Die Frage ist nicht, ob er teurer ist – das ist er –, sondern um wie viel und ob es sich für die eigene Lage lohnt. Und sie stellt sich seit Dezember 2021 anders, weil auch der gebundene Vertrag danach nicht mehr klebt.

Was sich 2021 geändert hat

Früher verlängerte sich ein Vertrag nach Ablauf der Mindestlaufzeit um ein volles Jahr, wenn man den Kündigungstermin verpasste. Diese Falle gibt es nicht mehr: Nach der Erstlaufzeit endet ein Vertrag, wann immer du willst, einen Monat nach deiner Kündigung. Ein 24-Monats-Vertrag ist damit nach zwei Jahren so beweglich wie ein Tarif ganz ohne Bindung; der Unterschied betrifft nur die ersten 24 Monate. Wie sich das im Einzelnen liest, steht beim Vergleich.

Was der Verzicht auf Bindung kostet

Zwei Posten, und beide gehören in dieselbe Rechnung:

Auf zwölf Monate gerechnet ist der Abstand zu einem gebundenen Vertrag deshalb größer, als der Blick auf die Monatspreise vermuten lässt. Wer wissen will, wie groß genau, rechnet beides über die geplante Dauer durch. Der Rechner tut das für die Tarife mit Laufzeit; für einen monatlich kündbaren addiert man Grundgebühr mal Monate plus Anschlusspreis.

Wann es sich lohnt

Wann nicht

Wer ohnehin bleibt, zahlt für eine Freiheit, die er nicht nutzt. Bei einer Wohnung, in der man seit Jahren lebt und weiter leben will, ist der gebundene Vertrag über 24 Monate fast immer deutlich billiger, und danach ist er ohnehin monatlich kündbar.

Worauf zu achten ist

„Ohne Mindestlaufzeit“ bezieht sich manchmal nur auf den Internetteil, während ein mitgebuchtes Zusatzpaket oder ein gemieteter Router seine eigene Bindung mitbringt. Auch die Kündigungsfrist ist zu prüfen: Monatlich kündbar heißt nicht immer sofort, sondern oft zum Monatsende mit einigen Tagen Vorlauf.