Mobilfunk als Anschluss für zu Hause

An einer Adresse mit langer Kupferstrecke und ohne Kabelnetz ist Funk regelmäßig der schnellste verfügbare Anschluss. Er kommt ohne Graben, ohne Technikertermin und ohne Wartezeit, und er verhält sich anders als eine Leitung, in beide Richtungen.

Was heute möglich ist

LTE erreicht unter guten Bedingungen dreistellige Werte, 5G deutlich mehr. Alle drei Netzbetreiber führen inzwischen Tarife für den festen Standort mit unbegrenztem Datenvolumen; die Zeiten, in denen ein Funkanschluss nach wenigen Gigabyte gedrosselt wurde, sind für diese Tarife vorbei. Bei den günstigeren Angeboten gilt das weiterhin; die Grenze steht dann im Kleingedruckten, und nach ihr wird die Geschwindigkeit auf einen Wert reduziert, mit dem sich kaum noch arbeiten lässt.

Die Zahl, die niemand bewirbt

Bandbreite ist bei Funk selten das Problem, Schwankung schon. Eine Funkzelle teilen sich alle, die darin eingebucht sind, anders als beim Kabel nicht nur die Nachbarschaft, sondern auch jeder, der vorbeifährt. Was nachmittags 200 MBit/s liefert, kann abends bei 30 liegen, und dieselbe Wohnung liefert am Fenster ein Vielfaches dessen, was sie im Innenraum schafft.

Deshalb ist die einzige belastbare Prüfung die vor Ort: mit dem Handy an dem Fenster, an dem der Router stehen soll, zu der Tageszeit, zu der er gebraucht wird.

Latenz

Für Videotelefonie und Spiele zählt weniger, wie viel ankommt, als wie schnell die Antwort zurückkommt. 5G bewegt sich dabei auf dem Niveau eines Kabelanschlusses, LTE etwas darüber. Beides ist unauffällig. Der Unterschied zu einer Leitung fällt im Alltag kaum auf, anders als bei Satellit.

Wofür Funk nicht taugt

Was es kostet

Tarife für den festen Standort liegen preislich zwischen DSL und Glasfaser, gelegentlich darüber. Gerechnet werden sollte wie bei jedem anderen Vertrag über die volle Laufzeit: Router-Miete und Aktionspreise verschieben das Bild erheblich. Der Rechner auf der Vergleichsseite macht daraus eine Zahl.

LTE- und 5G-Versorgung in deiner Gemeinde